Gestaltung von Lehrveranstaltungen

Gestaltung von Lehrveranstaltungen 800 496 Aktionsgemeinschaft Innsbruck

Die Lehre der Uni ist teilweise noch aus den Jahren dieses Fotos. (Luftaufnahme der Uni Innsbruck um 1930) (Bild: ORF/UIBK)

Heutzutage, mehr als jemals zuvor, gewinnt der Inhalt und die Struktur von Lehrveranstaltungen an Relevanz. Die Interaktivität des Studiums ist jedoch durch die derzeitigen Einschränkungen stark vermindert. Das Studium muss begeistern, nicht einschläfern! Aus unserer Sicht sind wir davon noch weit entfernt.
Monotoner Frontalunterricht, der im Schulsystem schon lange in Ungnade gefallen ist, hat auch an der Universität ausgedient. Eine gemeinsame Lehrmethoden-Besprechung zwischen Studierenden und Lehrenden zu Beginn jedes Semesters, bei der eine Offenheit für neue und kreative Methoden gezeigt wird, könnte diesem Problem Abhilfe verschaffen. Einen weiteren Anreiz für Lernende und Lehrende wäre eine semestrale Kürung von Lehrpersonen, unter anderem dem „Prof of the Year“, die mit ihrem Aufwand zu den Studierenden durchgedrungen sind. Ein guter erster Schritt, dem eine Vielzahl von weiteren Maßnahmen folgen muss.

Resultierend aus den derzeitigen Maßnahmen haben sich viele Vorlesungen und Proseminare zu einem einseitigen Austausch von Arbeitsaufträgen zwischen Studierenden und Professoren entwickelt. Besonders Proseminare und Übungen leben vom gemeinsamen Arbeiten und Diskutieren. Dieser Kommunikation werden im derzeitigen Format die Beine abgehackt, worunter der Lernfaktor dieser Lehrveranstaltungen stark leidet. Zusätzlich macht es die Online-Lehre schwieriger, den Inhalten einer Vorlesung zu folgen. Wir kämpfen daher für Präsenzvorlesungen, die auch per Livestream übertragen und aufgezeichnet werden, eine interaktivere Gestaltung der Seminare und Übungen, sowie eine Expansion von Online-Learning, bei dem die Foren und Chats auf OLAT aktiv genutzt und den Studierenden für Fragen und Hilfestellungen offenstehen. Die derzeitige Situation ist nicht nur ein Weckruf für den Zustand mancher Lehrveranstaltungen, sondern vor allem auch eine Erinnerung an die Bedürfnisse von uns Studierenden.
Aus unserer Sicht ist auch essentiell, dass die Erkenntnisse aus dem digitalen Bereich, welche im Zuge der Corona Pandemie zwangsläufig auch die meisten Lehrenden erreichten, unbedingt als Chancen mit in die Zukunft genommen werden müssen. Wir dürfen diesen digitalen 5-Jahres-Sprung nicht ungenutzt hinter uns lassen!

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