Geschichte

Die Geschichte der Aktionsgemeinschaft beginnt im Jahr 1983, die Vorfälle, die schlussendlich zur Gründung der AG führten, nahmen jedoch etwas früher ihren Verlauf:

Über Jahre hinweg war die ÖSU (Österreichische Studentenunion) die größte Studierendenfraktion an den Universitäten. Sie vereinte im Prinzip alle Kräfte der bürgerlichen Studentenschaft zu einer hochschulpolitischen Fraktion, die die Interessen der Studierenden gegenüber den Universitäten und ihren Gremien vertrat. Mit der Zeit kam es innerhalb der ÖSU zu einem zunehmenden Konflikt über den weiteren politischen Weg. Der Konflikt eskalierte und endete schließlich in einer Spaltung zwischen den links-liberalen (weiterhin ÖSU) und den christlich-sozialen Kräften (das neu gegründete Studentenforum).

 

Bei den ÖH-Wahlen 1981 konnte die ÖSU zwar noch einen knappen Wahlsieg erringen, das Wahlergebnis konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen: Die Studentenforum-Abspaltung hatte die ÖSU empfindlich geschwächt. Man war sich einig, dass es schwierig werden würde, das ganze bei den nächsten Wahlen im Jahr 1983 zu wiederholen.

Also begann man auf Zentralausschussebene (heute Bundesvertretung) wieder mit Gesprächen zwischen den Streitparteien und stellte so die Weichen für die Fusion von ÖSU und Studentenforum, um so an die Erfolge früherer Zeiten anknüpfen zu können.

So kam es, dass im Jahr 1983 die AktionsGemeinschaft (ÖSU/Studentenforum) das erste Mal kandidierte und der Name ÖSU verschwand langsam aus den Geschichtsbüchern. Das Konzept der AG hatte gegriffen, die AktionsGemeinschaft ist heute das, was die ÖSU in ihrer besten Zeit war: „Die breite Mitte in der ÖH“.

 

Aufbau & Organisation der AG heute
Die AktionsGemeinschaft ist aus unterschiedlichen Gremien aufgebaut, die unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen haben. Die Grafik soll dir einen kleinen Überblick über das Organigramm der AktionsGemeinschaft verschaffen. Anschließend werden Dir noch die wichtigsten Punkte erklärt.

Die Bundeskonferenz (BuKo)
Die BuKo ist das oberste Beschluss fassende Organ der AG. Die BuKo kann Beschlüsse und Verfügungen aller Organe der AG jederzeit überprüfen und mit 2/3-Mehrheit abändern oder aufheben. Die BuKo wählt den Vorstand, entscheidet über mittel- und langfristige politische Entscheidungen und Strategien und fasst Beschlüsse und Verfügungen. Sie tagt mindestens 2 x im Studienjahr.

Die Bundeskonferenz setzt sich aus den Delegierten der Unigruppen sowie aus den gewählten Funktionen des Bundesvorstandes zusammen. Jede Unigruppe entsendet mindestens 2 und höchstens 6 Delegierte in die BuKo. Die Anzahl der Delegierten einer Uni-Gruppe berechnet sich nach folgendem Schlüssel: Zusätzlich zu den gewählten 4 Mitgliedern des Bundesvorstandes hat die BuKo 42 Sitze. Jede Uni-Gruppe entsendet 2 Delegierte, die verbleibenden Sitze werden nach dem d’Hondtschen System auf die Uni-Gruppen entsprechend der Stimmenzahl für die UV aufgeteilt. Dabei sind höchstens 4 zusätzliche Sitze möglich. Stimmberechtigt in der BuKo sind die 46 Delegierten.

Die Bundesleitung
Der Bundesleitung obliegt die Beratung und Beschlussfähigkeit über alle kurz- und mittelfristigen Entscheidungen, die Kontrolle des BuVo sowie Koordination der politischen Aktivitäten. Sie ist mehr ein beratendes als ein Beschluss fassendes Gremium und hat weniger Sitze als die BuKo. Die Bundesleitung besteht aus den Mitgliedern des BuVo, den Obleuten der einzelnen AG-Unigruppen sowie den Vorsitzenden der Universitätsvertretungen der ÖHs, sofern sie einer AG-Unigruppe angehören. Die Anzahl der Sitze ist variabel.

Der Bundesvorstand (BuVo)
Der BuVo besteht in erster Linie aus den 4 gewählten Funktionären: Bundesobmann/Bundesobfrau, Generalsekretär/Generalsekretärin, Finanzreferent/Finanzreferentin und Fraktionssprecher/Fraktionssprecherin. Außerdem können vom Bundesvorstand weitere Funktionäre/Referenten eingesetzt werden wie beispielsweise Medienreferent, Organisationsreferent, Pressesprecher, …

Der BuVo stellt die Exekutive von BuKo und BuLei dar und hat deren Beschlüsse umzusetzen. Insbesondere ist er mit der Geschäftsführung, der Öffentlichkeitsarbeit, der Koordination der Interessen der AG-Gruppen und der internen Kommunikation betraut. Des Weiteren sorgt er für die Schulung der Mitarbeiter und stellt einen Informationsknoten für die verschiedenen AG-Gruppen dar.

AG-Klub
Von den einzelnen Universitäten werden nach der ÖH-Wahl je nach Stimmergebnis Leute für die Bundesvertretung (BV) der ÖH entsendet. Die BV-Mandatare, die von der AG sind, schließen sich zum AG-Klub zusammen und sitzen in der Bundesvertretung für die AG. Der Fraktionssprecher koordiniert die BV-Mandatare.

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