Fragen und Antworten

Wofür steht die AG?
Die AG steht für eine vernünftige Interessenvertretung mit dem Schwerpunkt Service und bestmöglicher Vertretung der Studierenden. Unter dem Motto „Dein Studium – Deine Interessen – Deine Vertretung“ wollen wir die Meinung der Studierenden gegenüber der Universität, dem Rektorat und der Öffentlichkeit bestmöglich vertreten und ein lautes Sprachrohr darstellen.

Warum soll man die AG wählen?
Nur die AktionsGemeinschaft steht für eine starke, pragmatische und effiziente Studierendenvertretung. Diese starke Studierendenvertretung ist absolut notwendig, wir machen Direkten Service für den Studierenden und lassen uns nicht von Gesellschaftspolitik lenken. Die AG ist die einzige Fraktion, die sich hauptsächlich mit unipolitischen Themen beschäftigt.

Was bringt die ÖH?
Die ÖH, als Deine gesetzliche Vertretung, vertritt Dich und Deine Interessen auf verschiedenen Ebenen (Studienvertretung - StV, Fakultätsvertretung - FV) und in verschiedenen Gremien (Universitätsvertretung - UV, Curricula-Kommissionen). Des Weiteren auch gegenüber Professoren, der Uni und dem Ministerium. Österreichweit engagieren sich  tausende Studenten ehrenamtlich  in der ÖH dafür, dass sich Deine Studienbedingungen verbessern.

Wo ist der Unterschied zwischen ÖH und AG?
Die ÖH ist die gesetzliche Vertretung für alle Studierenden. Es gibt die ÖH auf der Ebene der Studienrichtungen, der Fakultäten, der Unis und österreichweit (Bundes-ÖH). Die AG stellt in Innsbruck die absolute Mehrheit, deshalb sind der Großteil (eigtl. alle) Projekte der ÖH auch AG Projekte, da wir uns diese ausdenken und umsetzen. In der Bundes-ÖH ist die AktionsGemeinschaft derzeit in Opposition.

Wie stellt sich die AG die Arbeit der ÖH vor?
Der Hauptzweck und der Existenzgrund der ÖH liegen bei der Durchsetzung der Interessen der Studierenden und deren Unterstützung während der Absolvierung eines Hochschulstudiums. Die AktionsGemeinschaft erwartet sich von einer studentischen Interessensvertretung vor allem Engagement in den Bereichen „Mitbestimmung und Vertretung“, „Information, Service und Beratung ihrer Mitglieder“ und „Vordenken in studentischen Belangen“. Die AG lehnt es ab, sich auf reines Protestieren und Nein-Sagen zu beschränken.

Was macht ihr mit dem ÖH-Beitrag?
Das Geld wird auf Bundes-, Universitäts-, Fakultäts- und Studienvertretungsebene nach gesetzlichen Schlüsseln aufgeteilt. Was dann mit dem Geld passiert, liegt in der Hand der jeweiligen Studentenvertreter. In AG-Vertretungen werden sie in die Verbesserung der Studierendeninfrastruktur, wie etwa Bücherbörse oder Taschenrechnerbörse, für Veranstaltungen und für notwendige infrastrukturelle Anschaffungen investiert. Zusätzlich wird mit dem ÖH-Beitrag noch Deine Haftpflicht- und Unfallversicherung bezahlt, eine geniale Leistung der ÖH gegenüber allen Studierenden. Auf Universitätsvertretungsebene wird ein Teil des ÖH-Beitrag für unsere Projekte, wie UNIT, Karriereportal, verlängerte Bib-Öffnungszeiten und den Mensabon verwendet. Alles kommt den Studierenden zu Gute und wird nicht für unnötige Dinge verschwendet.

Warum gibt es die ÖH-Pflichtmitgliedschaft; seid ihr dagegen?
Die Pflichtmitgliedschaft hat für den Studenten erhebliche Vorteile, wie etwa eine Unfall- und Haftpflichtversicherung und die ständige Gewissheit, dass die ÖH handlungsfähig ist. Eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft würde zu weniger Präsenz, weniger Mitarbeitern und  somit zu keiner Gewährleistung der Vertretung gegenüber Professoren, der Universität und dem Ministerium, führen.

Was ist eure Vision für eine gute ÖH?
Wir sehen die ÖH als eine Serviceeinrichtung für die Studierenden vor Ort. Mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht, sollen Projekte für die Studierenden verwirklicht werden. Wir investieren das ÖH-Geld in informative Broschüren, Beratungszentren und Serviceleistungen. In Deinem Interesse!

Von wem wird die AG finanziert?
Die AG finanziert sich aus Werbeverträgen mit Unternehmen und aus Subventionen für Projekte von Ministerien und öffentlichen Ämtern. Außerdem erhält die AG Spenden von ehemaligen Mitarbeitern. Das Gutscheinheft wird durch die Inseratpreise gedeckt und wirft sogar Gewinne ab. Aus den Gewinnen von den Inserateneinnahmen und aus den Gewinnen von der AG organisierten Studentenfesten werden alle anderen Ausgaben, die nicht durch Direkte Werbung gedeckt werden können, finanziert.

Wieso kommt die AG immer erst vor der Wahl?
Wir arbeiten das ganze Jahr über in den Fachschaften Sowi, Jus, Technik und Natwi-Technik und auch in der Haupt-ÖH. Der Großteil der Arbeit passiert hier natürlich nicht nur im Direkten Blickfeld der Studierenden, vieles läuft im Hintergrund ab. Wir setzen uns aber tagtäglich für die Studierenden der Uni Innsbruck ein.

Ist die AG ÖVP-nahe?
Die AG ist eine parteiunabhängige, selbständige, bürgerliche Studierendengruppe. Wir sind ein Zusammenschluss Studierender mit einem breiten Meinungsspektrum unter Hintanstellung ideologischer Differenzen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zieles: die Universitäten und das Studium im Sinne aller Studierender zu gestalten. Viele unserer Positionen stellen sich gegen die ÖVP. Die ÖVP ist zum Beispiel für Studiengebühren, wir dagegen. Die ÖVP ist für Zugangsbeschränkungen, wir sind dagegen. Es gibt noch viele weitere Beispiele. Wichtig ist, dass wir unsere eigenen Grundsätze haben, über die nur die Mitglieder der AktionsGemeinschaft entscheiden. Wir bekommen von keiner Partei von oben herab Themen vorgesetzt, welche wir umsetzen müssen. Wir handeln eigenständig!

Wieso arbeitet die AG nicht mit anderen Fraktionen zusammen?
Wir arbeiten immer dann mit anderen Fraktionen zusammen, wenn es im Interesse der Studierenden ist. Grundsätzlich sind wir immer zur Zusammenarbeit bereit - allerdings verlieren viele Fraktionen immer wieder die studentischen Interessen aus den Augen und verfolgen aus unserer Sicht falsche Ziele (z.B. die Bundes-ÖH während der Studiengebührendiskussionen und Demonstrationen gegen alles). Eine solche Politik kann und wird von der AG niemals unterstützt werden.

Warum veranstaltet ihr so viele Studentenfeste?
Wir wollen auch abseits des Hörsaals mit euch in Kontakt treten, um in entspannter Atmosphäre eure Probleme und Anliegen zu besprechen. Mit unseren Festen, Aktionen und sonstigen Aktivtäten bieten wir den Studierenden viele Möglichkeiten ihre Zeit als Student voll zu genießen. Darüber hinaus fördern solche Veranstaltungen auch das Kennenlernen der Studenten untereinander.

Wie kann es sein, dass verschiedene AG-Gruppen verschiedene Meinungen vertreten?
Wir definieren uns als Gruppierung der unterschiedlichsten Meinungen und Menschen. Uns zeichnet keine ideologische Konformität aus. Daher kann es auch sein, dass unterschiedliche Gruppen unterschiedliche Lösungsansätze für Probleme haben. Schließlich unterziehen wir kein Mitglied einer Gehirnwäsche, sondern fördern eigenständiges Denken und Handeln. Durch unseren dezentralen Aufbau können wir vor Ort mehr erreichen (Prüfungsantritte, Anrechnung von Prüfungen etc.) und somit kann es auch sein, dass eine Unigruppe gewisse Punkte anders sieht.

Wie steht ihr zum Gendern?
Anstatt den Leser_innenfluss* unnötig zu stören und der/die/das Text_innenverständnis* zu behindern, setzen wir lieber auf ehrliche Maßnahm_innen* zur tatsächlichen Gleichberechtigung der/die/das Geschlechter_innen*.
Aus diesem Grund gendern wir unsere Broschüren und Infomaterialien nicht!

Warum macht ihr keine Gesellschaftspolitik?
Die AG ist eine Studentenfraktion. Daher macht sie nur Studentenpolitik. Gesellschaftpolitik hat unserer Meinung an der Universität nichts verloren. Dafür gibt es eigene Organisationen, die sich dafür einsetzen. Es steht unseren Mitgliedern frei sich in politischen oder sonstigen Vereinen  zu engagieren.

Wie steht ihr zur Stadt Innsbruck als Universitätsstadt?
Wir bekennen uns klar zur Universitätsstadt Innsbruck und seinen Hochschulen. Wir Studierende verleihen der Stadt jede Menge an Vitalität und  Leben, zudem stellen wir einen entscheiden Faktor in wirtschaftlicher Hinsicht dar. Bewusstseinsschaffung innerhalb der Bevölkerung und bei den politischen Entscheidungsträgern ist unsere oberste Prämisse. Weg vom Studierenden der belastet und kostet, hin zum Studierenden der die Stadt bereichert.

Sollten die Leopold-Franzens und die Medizin Universität zusammengelegt werden?
Wir sprechen uns für die Zusammenlegung der Universitäten aus, da dies klar im Sinne der Studierenden liegt. Mehr interdisziplinäre Fächer sind nämlich erwünscht. Ebenso schafft eine Fusion bessere Möglichkeiten der Kooperation wie z.B. in den Fächern Chemie, Pharmazie oder auch Psychologie. Einsparungspotentiale durch Organisations- bzw. Verwaltungs-entschlackung sowie die Nutzung von Synergien müssen optimiert werden. Die MedUni darf bei einer Fusion aber keine Uni in der Uni darstellen, sondern soll zu einer Fakultät mit Sonderrechten werden.

Wie steht ihr zum Thema „Wohnen in Innsbruck“?
Innsbruck ist eine teure Stadt, um hier zu leben. Besonders Studierende trifft dies häufig, da nicht die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Ein Nebenjob muss her, wodurch das Studium schon einmal auf der Strecke bleibt. Wir fordern von den Verantwortlichen Lösungen ein, vor allem auch da die Studierendenzahlen weiter steigen werden. Wir treten klar für die Errichtung des Heimes am Hofgarten als Studierendenheim ein, da es vor allem mehr leistbare Plätze für die Studierenden braucht. Die Standortfrage darf zudem nicht auf entweder Studierenden- oder Seniorenheim begrenzt werden.

Wie steht die AG zu Studienbeiträgen?
Zum derzeitigen Stand ist die AG klar gegen Studienbeiträge. Bevor man über solche Beiträge überhaupt reden kann, muss das Stipendiensystem reformiert, die soziale Lage der Studierenden verbessert und abgesichert werden und die Ausfinanzierung der Universitäten gegeben sein. Das bedeutet konkret, dass mind. 2 % (momentan sind es 1,4 %) des BIP in die Hochschulfinanzierung fließen soll (so wie es die OECD vorschlägt – Ziel bis 2020)und dass das Berechnungssystem der Stipendien transparenter und einfacher wird. Auch soll das Höchststipendium an das Existenzminimum angepasst werden.

Was ist eure Meinung zum Bolognaprozess?
Durch den Bologna Prozess wurden Studien verschult. Wir setzen uns für mehr Freiheit darin ein. Ebenso muss der Master der Regelabschluss an der Uni Ibk sein und somit frei zugänglich. Bei der Anrechenbarkeit ist wichtig, dass Studien innerhalb Österreichs anrechenbar sind und der stets gewünschten Mobilität endlich auch ein geeigneter Rahmen geboten wird.

Beteiligt ihr euch an Demonstrationen?
Demonstrationen stellen für uns das letzte Mittel dar – wir investieren unsere Energie zunächst in konstruktive Studentenvertretungsarbeit, indem wir Vorschläge ausarbeiten und Gespräche führen. Der leichtfertige Umgang mit diesem demokratischen Mittel führt viel zu oft zu einer Verhärtung der Fronten anstatt zu einer sachlichen Lösung. Demonstrationen zum reinen Selbstzweck lehnen wir ab.

Warum sollte ich zur Wahl gehen? Was habe ich davon?
Grundsätzlich ist in einer gelebten Demokratie die Stimme eines jeden Einzelnen ein wichtiges Instrument! DU kannst bestimmen in welche Richtung Deine ÖH arbeitet. Soll sie das Geld lieber für kontraproduktive Proteste oder in konstruktive Beratungszentren und studienbezogene Broschüren investieren?

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